Simbabwe

liegt im Südlichen Afrika, im Norden umgrenzt von Sambia, im Osten von Mosambik, im Süden von Südafrika und im Westen von Botswana. Mit seinen 390'580 m2 Fläche ist das Land so gross wie Deutschland und die Schweiz. Die Einwohnerzahl beträgt ca. 12 Millionen, wovon rund 77% zur Bevölkerungsgruppe der Shona und rund 18% zu derjenigen der Ndebele zählen. Die restlichen 5% der simbabwischen Bevölkerung setzen sich aus anderen afrikanischen Bevölkerungsgruppen (Tonga, Hlengwe, Sotho und Venda), wenigen Weissen und Asiaten zusammen.
Simbabwe gehört zu den letzten Ländern Afrikas, welche ihre Unabhängigkeit erlangten, erst 1980 wurde es nach langem Unabhängigkeitskampf gegen das vormals von Weissen regierte Südrhodesien staatlich selbständig.

Simbabwe verfügt über ein reiches Erbe an traditioneller Musik, die es jedoch unter der Kolonisierung durch die Briten ab Mitte des neunzehnten Jahrhunderts schwer hatte, zu überleben. Mehr als in anderen Ländern Afrikas haben die Briten in Simbabwe an ihren Missionsstationen und Schulen der afrikanischen Bevölkerung ihre Werte aufgedrückt, haben ihre Musik und traditionellen Bräuche als "barbarisch" bezeichnet und unterdrückt. Erst später, als ab den dreissiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts das afrikanische Nationalbewusstsein aufkeimte, nahmen auch die kirchlichen Institutionen den afrikanischen Traditionen gegenüber eine tolerantere Haltung ein; traditionelle afrikanische Musikinstrumente wurden sogar beim christlichen Gottesdienst zugelassen.

Die afrikanischen Traditionen haben in Simbabwe auf dem Land noch heute ihre Bedeutung, während sie in Städten, besonders bei jüngeren Leuten, zunehmend von modernen, westlichen Lebensformen verdrängt werden. Wer heute die Gelegenheit hat, Simbabwe und seine Menschen etwas näher kennen zu lernen, wird feststellen, dass in den Vororten der grossen Städte wie Harare, Bulawayo oder Chitungwiza die nächtelangen traditionellen Zeremonien nichts von ihrer Bedeutung verloren haben.

Shona und Ndebele
Shona/Ndebele