Die Shona und Ndebele

Die Shona

Die Shona bewohnen den grössten Teil von Zentral- und Ost-Simbabwe. Im Zuge der transkontinentalen Völkerwanderung aus dem Norden kamen die Vorfahren der Shona ins Gebiet des Hochplateaus zwischen den Flüssen Sambesi und Limpopo. Bald bildeten sich hierarchisch gegliederte Gemeinschaften heraus, später auch grosse Königreiche: Great Zimbabwe (13.–15. Jh.), Mutapa (15.–18. Jh.), Torwa (15.–17. Jh.) und Rozvi (17.–19. Jh.).
Noch heute erinnern die berühmten Steinruinen von Great Zimbabwe in der Nähe von Masvingo an die Glanzzeit jener Grossreiche der Shona.

Zu den traditionellen Musikinstrumenten der Shona gehören Trommel (ngoma), Daumenklavier (mbira), Holzxylophon (marimba), Rassel (hosho), Kudu-Horn (hamwanda), Panflöte (ngororombe), Mundbogen (chipendani) und Stimme (kuimba).

Die Ndebele

Die Ndebele leben hauptsächlich im westlichen Teil des Landes, dessen grösste Stadt Bulawayo ist. Zusammen mit den Zulu, Xhosa und Swazi, gehören sie zu der südöstlichen Bantu-Sprachgruppe der Nguni, die sich vom Shona durch die charakteristischen Klicklaute unterscheidet.

Die traditionelle Musik der Ndebele ist besonders durch den weitverbreiteten choralen Gesang gekennzeichnet. Begleitet wird er mit Beinrasseln (amahlwayi), Schlaghölzern (izikeyi) und Händeklatschen. Verglichen mit der grossen Bedeutung des choralen Gesangs, spielen Solo-Gesang und instrumentale Musik eine eher untergeordnete Rolle. Ebenso wie die Shona kennen die Ndebele auch den Mundbogen (umqangala) und den Kürbisbogen (icaco), welche besonders zur Selbstunterhaltung gespielt werden.

Bildband: Zeichen und Felsen
Zeichen und Felsen